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Handwerkstradition

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Schnitzen, drechseln, klöppeln

Wo sich Handwerk und Technik gut entwickeln konnten, blieben künstlerische Glanzleistungen nicht aus. Sachsen bietet dafür viele Beispiele. Auf Werkstätten, die althergebrachtes Handwerk pflegen, stößt man in fast allen Regionen des Bundeslandes: Im Erzgebirge dominieren die Schnitzer, Drechsler und Klöpplerinnen.

Am Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge, immer am 3. Sonntag im Oktober, präsentieren sich alljährlich 50 Gewerke. Man kann den Handwerkern nicht nur bei der Arbeit zuschauen, sondern auch selbst versuchen.

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Klöppeln

Das Klöppeln ist eine Mischung aus Weben und Flechten. Auf einem Klöppelsack (Klöppelkissen), wird ein Papiermuster (Klöppelbrief) aufgesteckt. Die Fäden werden auf diesem Muster mit Stecknadeln befestigt und an den Fäden hängen als Spulen und als Gewichte die Klöppel. Die Fäden werden miteinander verflochten, und zwar immer paarweise. Durch Einstecken weiterer Stecknadeln werden die so entstandenen Strukturen gesichert. Das Ergebnis, die Spitze, ist ein filigranes Gewebe, in dem nicht nur die Fäden, sondern auch die Zwischenräume Bedeutung für die Gestaltung haben.

Die Technik des Klöppelns geht auf die Weberei und Posamentierarbeit zurück. Im 16. Jahrhundert stieg der Bedarf an Luxusgütern und Spitzen fanden Verwendung in der höfischen Mode und beim Adel. In dieser Zeit war das Klöppeln nicht nur Frauensache, sondern auch Männer und die Kinder mussten zum Lebensunterhalt durch Klöppeln beitragen. Durch die Industrialisierung im 19.Jahrhundert wurde dieses alte Handwerk als Erwerbsarbeit sinnlos, denn durch Maschinen konnte die Spitze viel schneller und billiger produziert werden. Aber diese Kunst konnte sich trotzdem bis heute erhalten, weil das Klöppeln von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Zentren dieses Handwerks findet man in Annaberg, Schwarzenberg und Schneeberg. Insbesondere im Museum Schwarzenberg ist ein umfangreicher Fundus von Klöppelmustern zu sehen.

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Holzkunst

Seit dem Niedergang des Bergbaues begannen die Erzgebirgler mit der Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus Holz, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Vor etwa 300 Jahren entstanden die ersten gedrechselten Puppen und immer neue Ideen führen zu neuen Formen und Verwendungsarten.

Das Zentrum der Holzdrechselei ist die Gegend um Seiffen im Osterzgebirge. Beim Drechseln werden 2 Arten unterschieden, das Langholz- und Querholzdrehen. Bei diesen Arten dreht sich das Holz um seine eigene Achse und wird mit Hilfe verschiedener holzabhebender Werkzeuge bearbeitet. Das Schnitzen ist mehr im Westerzgebirge um Schneeberg, Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt zu Hause. Die Schnitzer verwenden größtenteils Lindenholz, das grob mit Eisen und Beitel (Holzhammer) oder mit einer Säge grob konturiert Wird. Durch die hohe Qualität und Detailtreue der Holzwaren, sind diese weit über die Grenzen des Erzgebirges bekannt.

Die bekanntesten Figuren sind wohl die Nußknacker und Räuchermännchen, aber auch Schwibbogen, Pyramiden und Weihnachtskrippen in allen Größen und Formen sind sehr beliebt.

(Der Text ist teilweise zitiert aus der ausgezeichneten website
www.sosa-erzgebirge.de/tradition)

www.kloeppeln-in-sachsen.de
www.schnitzkunststube.de
www.schwarzenberg.de
www.erzgebirge-geschenke.de

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